Drei Wochen Ausnahmezustand

Ein Krimi während einer Mutter-Kind-Kur

Fremde Menschen leben für kurze Zeit eng zusammen. Es entstehen Freundschaften, Reibung und genügend Gelegenheit, etwas zu bemerken.

Ein ungewöhnlicher Ort für einen Krimi

Eine Mutter-Kind-Kur dauert nur wenige Wochen und bildet trotzdem eine eigene kleine Welt. Die Teilnehmerinnen kommen mit unterschiedlichen Erwartungen an, teilen Mahlzeiten und Termine, begegnen sich auf Fluren und in Wartebereichen. Die Kinder finden schneller Anschluss als manche Erwachsene. Nähe entsteht, obwohl alle wissen, dass sie vorübergehend ist.

Genau darin liegt das erzählerische Potenzial: Menschen erzählen einander Dinge, weil sie weit weg von ihrem Alltag sind. Andere Dinge verschweigen sie gerade deshalb. Kleine Gruppen bilden sich, Eindrücke werden ausgetauscht und ein beiläufiger Satz kann plötzlich im ganzen Haus bekannt sein.

Mara wollte Verantwortung abgeben

Mara Petersen reist mit Ella und Jakob nach Bensersiel. Eigentlich soll sie zur Ruhe kommen und lernen, nicht ständig alles im Blick behalten zu müssen. Das klappt nur mäßig. Als im Hafenbecken ein Toter gefunden wird, nimmt Mara ihre Beobachtungen zunächst nicht als Ermittlungsarbeit wahr. Sie schreibt lediglich auf, was nicht zusammenpasst.

Der Kuralltag läuft währenddessen weiter. Kinder müssen begleitet, Termine eingehalten und Konflikte ausgehalten werden. Der Fall tritt nicht an die Stelle des normalen Lebens. Er schiebt sich mitten hinein.

Fiktive Geschichte, glaubwürdiger Kuralltag

Die Geschichte ist fiktiv. Die kleinen und großen Eigenheiten des Kuralltags sind jedoch mit einem guten Blick für die Realität erzählt. Anwendungen, Kinderbetreuung, gemeinsame Mahlzeiten und das enge Zusammenleben bilden den vertrauten Rahmen, in den sich der Kriminalfall langsam hineinschiebt.

Die Mutter-Kind-Kurklinik „Küstenanker“ ist vollständig erfunden. Das Buch beschreibt keine bestimmte Klinik in Bensersiel oder an einem anderen Ort. Auch das Personal, die Teilnehmerinnen und ihre Kinder sind fiktive Figuren.

Für wen eignet sich der Krimi?

„Mord in Kur“ passt besonders zu Leserinnen, die eine Mutter-Kind-Kur planen, selbst schon eine erlebt haben oder gerade nach passendem Lesestoff für ihren Kuraufenthalt suchen. Der Roman verbindet den besonderen Alltag einer Kur mit Nordsee-Atmosphäre, trockenem Humor und einem Kriminalfall ohne ausführlich geschilderte Gewalt.

Der Mikrokosmos

Was drei Wochen mit Menschen machen

01

Nähe auf Zeit

Man sieht sich beim Frühstück, bei Anwendungen, auf dem Flur und draußen am Deich.

02

Neue Allianzen

Freundschaften entstehen schnell. Misstrauen manchmal ebenso.

03

Alte Geheimnisse

Wer weit von zu Hause ist, kann sich neu erzählen. Oder Wesentliches weglassen.

Mord in Kur

Mutter-Kind-Kur trifft Cosy Crime.

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